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Für die Schamanen sind die Trommeln, die sie zur Ausübung ihrer mannigfaltigen Tätigkeiten einsetzen, nicht lediglich musikalische Gebrauchsgegenstände; es sind Bedeutungsträger, die Leben und Handeln. Eine Trommel hat ihre eigene Vita, die mit der ihres Besitzers eng verknüpft ist. Nicht einfach einfach hergestellt, benützt und verschlissen, wird sie geboren und initiiert, führt sie ein bewegtes Leben und stirbt mit dazugehörigem Zeremoniell. Wie die rituelle Geburt eines angehenden Schamanen aus dem Tode eines Vorgänders folgt, leitet sich auch die Geburt einer Trommerl aus dem Tode ab - einem doppelten Tod: den eines Baumes, der gefällt werden muss, damit aus ihm der Rahmen entstehe, und dem eines Tieres, das sein Leben lässt für die Trommelhaut. -
Copal ist ein Sammelbetriff für das Harz verschiedener Bäume und Herkunfte. Heutzutage wird nach ihrer Farbe klassifiziert und nicht nach der Pflanzenart. Der Geruch des Copal ist ähnlich dem des Weihrauches. Der Copal Negro hat eine kräftige, schwere und geheimisvolle Duftnote. Er verstärkt die Wahrnehmung und öffnet die Sinne. Er regt die Phantansie und Kreativität an. Achtung: Schwangere Frauen sollten Copal im allgemeinen meide, da er stark wehenfördernde Wirkung hat. -
Der Alant ist eine der ältesten Heil- und Räucherpflanzen. Dafür wurde der Wurzelstock, auch Weihrauchwurzel genannt, verwendet. Der Alant kann auch in Garten angebaut werden. Die Duftnote des Alant errinnert an Weihrauch, jedoch viel milder und feiner. Der Alant wurde zum Desinfizieren von Krankenzimmern eingesetz; demzufolge auch für den Hausgebrauch geeignet. Es stärkt das Männliche. Er wirkt aufhellend auf die Stimmung. -
Der Styrax ist in Honduras, Iran und Türkei zuhause. Der Styrax wird in kleinen Mengen geräuchert und verströmt einen balsamischen, zimt-süssen, femininen Duft. Er gibt einer Mischung eine verführische Note. Er hilft bei Schalfstörungen und wird für den Tiefenschlaf empfohlen. Er paart sich gut mit Kalmus.